Geschichte

 

 

Der Ev. Gemeindeverband Recklinghausen gehört zum Kirchenkreis Recklinghausen und liegt auf dem Gebiet der Ev. Kirche Westfalen.
In Recklinghausen gibt es drei evangelischen Kirchengemeinden:

- Ev. Kirchengemeinde Recklinghausen-Altstadt

- Ev. Kirchengemeinde Recklinghausen-Ost (Fusion 01.01.2007 aus den Kirchengemeinden Johannes (gegründet 1966), Hillerheide (gegründet 1966), und Emmaus-Kirchengemeinde Suderwich (gegründet 1924)
- Ev. Kirchengemeinde Recklinghausen-Süd  (Fusion  01.01.2007 aus den Kirchengemeinden Bruch (gegründet 1897),  Hochlarmark (gegründet 1928) und Philipp-Nicolai (gegründet 1966)   

 

Protest. Kirche (ev.) gibt es erst im Vest Recklinghausen seit 1802, vorher gab es nur eine römisch-katholische Kirche.       

Kirchenbücher gibt es seit 1847 (Ev. Kirchengemeinde - Altstadt) und sind im 30 jährigen Krieg vernichtet worden. Bis zum 01.07.1979 gehörte Henrichenurg nach Datteln, danach zu Castrop-Rauxel.
Am 24. August. 1848 ,erteilte das Königliche Ministerium die Genehmigung zur Errichtung der ersten evgl. Kirchengemeinde im Vest Recklinghausen. Etwa 300 Seelen hatte die Gemeinde. 1614 wurde durch die Obrigkeit verboten, sodass Andersgläubige als katholische Christen sich im Vest Reckling-hausen ansiedeln durften.

Erst am 09. Oktober 1802 erhielt der evgl. Peter Rentmeister (Pächter der Walkmühle am Hellbach im Hinterbruch (Grullbad) die Genehmigung, sich im Vest Recklinghausen ansiedeln zu dürfen. Als 1815 das Vest preußisch wurde, kamen weitere Evangelische in die Stadt Recklinghausen, Beamte und Handwerker. Ins Hinterbruch. Kötter und Ackerbauer aus der Mark (evgl. Grafschaft südlich der Emscher).

1847 war schon durch tatkräftige Hilfe des Amtmann von der Schulenberg, die Gustav-Adolf-Kirche am Viehtor fertiggestellt worden. Für die Kinder der Kötter im Bruch wurde die erste evgl. Schule im Vest 1850 errichtet. Als 1867 für die erste Zeche auf Reckling-häuser Grund am Kryzack der Spatenstich erfolgte und Zeche „Clerget“ abgekauft wurde, kamen immer mehr Evangelische nach Recklinghausen. Wodurch Zechenkolonien entstanden.

Am 1. Juli 1893 erfolgte das erste Auspfarren, die evgl. Kirchengemeinde Bruch wurde selbständig.
Weitere Zechen wurden errichtet.

Die Recklinghäuser Gemeinde wurde immer größer und musste weiter unterteilt werden:
1924 = evgl. Kirchengemeinde Suderwich (Von RE-Altstadt)
1928 = evgl. Kirchengemeinde Hochlarmark (von RE-Bruch)
1967 = evgl. Kirchengemeinde Hillerheide (von RE-Altstadt), = evgl. Kirchengemeinde Philipp-Nicolai (von RE-Bruch), evgl. Kirchengemeinde Johannes (von RE-Altstadt)
Die sieben Gemeinden hatten im Jahr 1996  ca. 39.193 Gemeindemitglieder, 17 Pfarrstellen und eine Verbandspfarrstelle, 16 Kirchen- bzw. Gemeindezentren. Aus der kleinen Recklinghäuser Diasporagemeinde des Jahres 1848, ist in 150 Jahren ein großer kirchlicher Verband geworden. 1968 schlossen sich die sieben Recklinghäuser Gemeinden zum „Evgl. Gemeindeverband Recklinghausen“ zusammen. Die Aufgaben des evgl. Gemeindeverbandes sind in §2 der Satzung vom 24.04.1980 so formuliert: „Der Verband nimmt die Aufgaben der Gemeinden wahr, für die ein gemeinsames Handeln zweckmäßig und erforderlich ist. Er fördert die Gemeinschaft zwischen den Verbandsgemeinden.“  Im Sept. 1998 wurde der 150. Geburtstag gefeiert.